Tipp der Woche - Pascal Mercier, Das Gewicht der Worte

„Jetzt, da er wieder eine Zukunft hatte, wollte er verschwenderisch mit seiner Zeit umgehen.“ – Der neue Roman von Pascal Mercier, dem Autor des Bestsellers „Nachtzug nach Lissabon“

Seit seiner Kindheit ist Simon Leyland von Sprachen fasziniert. Gegen den Willen seiner Eltern wird er Übersetzer und verfolgt unbeirrt das Ziel, alle Sprachen zu lernen, die rund um das Mittelmeer gesprochen werden. Von London folgt er seiner Frau Livia nach Triest, wo sie einen Verlag geerbt hat. In der Stadt bedeutender Literaten glaubt er den idealen Ort für seine Arbeit gefunden zu haben – bis ihn ein ärztlicher Irrtum aus der Bahn wirft. Doch dann erweist sich die vermeintliche Katastrophe als Wendepunkt, an dem er sein Leben noch einmal völlig neu einrichten kann. Wieder ist Pascal Mercier ein philosophischer Roman gelungen, bewegend wie der "Nachtzug nach Lissabon." (Hanser Verlage)

Beindruckt haben mich zwei Momente und Fragen des Buches, die noch in mir nachklingen:

Was passiert mit einem Leben, wenn man sich unerwartet an einem neuen Nullpunkt befindet? Welche Chancen hat man auf einmal?

Wie sehr ist die Bedeutung eines Wortes in einer Sprache geprägt von der Mentalität und der Kultur des Volkes, das die Sprache spricht?

Wieder hat Mercier ein Buch geschrieben, das ich sicher in einigen Jahren wieder lesen werde und noch mehr Gedanken finden, denen man lange nachhängen kann. Unbedingt lesen, aber mit viel Muße und Zeit. KP